Master Slave Steckdosen

Master Slave Steckdose

handelsübliche Master Slave Steckdose

Weiterführende Informationen:
1. Master Slave Steckdosen Test

2. Tipps zur elektrischen Sicherheit

 
Seit einigen Jahren wiederholt sich eine Nachricht in den Medien in regelmäßigen Abständen: Die Meldung der steigenden Energiepreise ist für uns inzwischen zur Gewohnheit geworden! Daher hat die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vor einiger Zeit die Energiekosten für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt errechnet und mit den Kosten der vergangenen Jahre verglichen. Die Daten stammten dabei unter anderem vom Statistischen Bundesamt und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Lagen die Kosten im Jahr 2000 noch bei 2717 Euro, wurden im Jahr 2007 bereits 3718 Euro fällig. Bis September 2014 stiegen sie noch einmal weiter auf durchschnittlich 4793 Euro und ein Ende der Preisspirale ist noch nicht in Sicht.

Angesichts dieser beängstigenden Zahlen verwundert es nicht, dass viele Menschen nach Wegen suchen um Stromkosten einzusparen. Ein Ansatz zur Senkung des Energieverbrauchs im Haushalt oder auch im Büro sind Mehrfachsteckdosen. Der Nachteil von gewöhnlichen Steckdosenleisten besteht darin, dass sie die angeschlossenen Geräte ständig mit Strom versorgen auch wenn diese gerade gar nicht benötigt werden. Das bedeutet die Verbraucher sind zumindest jederzeit im Stand-By-Betrieb, der ebenfalls auf Dauer gesehen einiges an Strom verbraucht.
Eine Alternative stellen daher abschaltbare Steckdosenleisten dar. Diese verfügen über einen Schalter der dafür sorgt, dass im ausgeschalteten Zustand keine Energie verbraucht wird. Problem bei diesen Mehrfachsteckdosen ist die Bequemlichkeit vieler Menschen. Denn häufig wird der Ein- und Ausschalter nicht konsequent genutzt, besonders wenn sich die Leiste an schwer zugänglichen Orten (beispielsweise unter dem Schreibtisch) befindet und so hält sich das Einsparpotenzial meist arg in Grenzen.

Abhilfe kann hier eine Master Slave Steckdose schaffen, die dank intelligenter Technik die angeschlossenen Geräte nur dann mit Strom versorgt, wenn sie wirklich benötigt werden. Ein Gerät – der sogenannte Master – ist dabei maßgebend für die weiteren Verbraucher – die Slaves. Eine elektronische Schaltung misst den Strom, der in der Master-Steckdose fließt, wird dabei ein bestimmter Schwellenwert überschritten, werden auch die Slave-Steckdosen mit Strom versorgt.
Beispielsweise könnte man einen PC als Master einsetzen. Wird dieser vom Benutzer eingeschaltet, erkennt die Master Slave Steckdose das und aktiviert auch die Stromversorgung für Drucker, Monitor, Lautsprecher, Scanner und alle weiteren Peripheriegeräte des Rechners, die an die Steckdosenleiste angeschlossen sind. Nach dem Ausschalten des Computers werden auch die restlichen Komponenten wieder abgeschaltet.
Gewöhnlich liegt die Schaltgrenze, ab der die Zusatzgeräte mit Strom versorgt werden, bei einer Leistung von 10 bis 15 Watt. Viele moderne Master Slave Steckdosen bieten auch die Möglichkeit die Schaltschwelle manuell einzustellen, so dass sie auch mit Geräte funktionieren, die nur sehr wenig Energie verbrauchen oder schon im Stand-By-Betrieb eine sehr hohe Energieaufnahme haben.
Dabei gibt es sowohl Steckdosen mit digitaler Master Slave Funktion als auch manuellem Einstellregler.

Automatik-Steckdose mit digitaler Master Slave Funktion

Diese Geräte erkennen selbstständig welcher Schwellenwert eingestellt werden muss, um die Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.
Dazu schaltet man die Steckdosenleiste ein und steckt das Hauptgerät in die Master-Steckdose. Um die Konfiguration durchzuführen muss es ausgeschaltet oder im Stand-By Betrieb sein. Meist muss dann eine Taste an der Steckdosenleiste gedrückt oder gehalten werden, während der Energieverbrauch des Elektrogeräts und damit der Schaltwert ermittelt wird.

Automatik-Steckdose mit manuellem Einstellregler

Bei einer manuellen Konfiguration ist etwas mehr Einsatz nötig, aber auch hier ist das Ganze kein Hexenwerk.
Das Hauptgerät wird zunächst an die Master-Steckdose angeschlossen und anschließend eingeschaltet. Dann wird der Einstellregler so weit gedreht bis die die Slave-Geräte ebenfalls ein- beziehungsweise ausgeschaltet werden. Damit hätten wir Position 1 gefunden.
Nun wird das Hauptgerät ausgeschaltet und der Regler erneut so lange gedreht bis auch die weiteren Verbraucher ein- bzw. ausgeschaltet werden. Damit wäre auch Position 2 gefunden. Am Ende wird der Regler auf einen Wert mittig von Position 1 und Position 2 eingestellt und unsere Schaltgrenze wäre gefunden.
Die meisten heutigen Master Slave Steckdosen bieten auch einen Schalter, um die Funktion zu deaktivieren und sie so als ganz normale Steckdosenleiste zu verwenden. Der eingestellte Schwellenwert bleibt natürlich trotzdem erhalten.

Die meisten Modelle bringen von Haus aus auch einen Überspannungsschutz mit, der die angeschlossene Elektronik beispielsweise bei einem Blitzeinschlag vor zu großer Spannung schützt.
Die Steckdosenleisten gibt es ja nach Bedarf mit verschiedener Anzahl an Steckplätze, je nachdem für was Sie die Mehrfachstecker einsetzen wollen.
Außerdem bieten viele Modelle eine Kindersicherung, so dass die Kleinen auch bei einem unüberlegten Griff in die Steckdose geschützt sind.

Master Slave Steckdose USB

Master Slave Steckdose mit USB-Funktion

Eine besondere Form sind die USB Master Slave Steckdosen. Diese werden per USB-Kabel mit dem Master-Gerät verbunden und erkennen über diese Verbindung ob die Peripherie ebenfalls eingeschaltet werden muss.
Des Weiteren gibt es auch programmierbare Master Slave Steckdosen, die per USB, COM-Schnitstelle oder über Ethernet an den Computer angeschlossen werden und per Software ganz nach Wunsch konfiguriert werden können. So lässt sich beispielsweise auch eine Timer-Funktion einstellen, die ein oder mehrere Geräte zu bestimmten Zeiten einschalten. Oder man programmiert sein individuelles Profil so dass ein Scanner nur dann eingeschaltet wird, wenn ein bestimmtes Scanprogramm gestartet wird. Oder man nutzt die Funktion, um einen klimatischen Tagesablauf in einem Terrarium zu simulieren, indem man Befeuchter und UV- oder Heizlampen zeitgesteuert einschaltet. Bei den verschiedenen Szenarien sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Fazit: Wie man sieht sind die Einsatzmöglichkeiten für Master Slave Steckdosen vielfältig. Angesichts der steigenden Energiekosten sind sie eine sehr gute Alternative zu herkömmlichen Mehrfachsteckdosen. In der Anschaffung sind sie nur wenig teurer, sparen dafür jedoch bereits nach kurzer Zeit bares Geld.
Zwar haben Master Slave Steckdosen aufgrund der eingebauten Schaltung selbst auch einen kleinen Energiebedarf, dieser ist jedoch derart gering, dass er nicht ins Gewicht fällt. Gegenüber schaltbaren Steckdosenleisten haben sie den Vorteil, dass sie wesentlich bequemer eingesetzt werden können. Häufig wird das Ausschalten bei diesen einfach vergessen oder der Schalter befindet sich an einer schwer zugänglichen Stelle. Da diese Hürden mit einer Master Slave Steckdose der Vergangenheit angehören, empfehlen wir von Elektro Minker den Einsatz der intelligenten Stromleisten.