1. Epoche der Elektrotechnik

Die ersten praktischen Anwendungen des elektrischen Stromes

Die Grundgesetze des elektrischen Stroms als neuer Zweig der Physik wurden erstmals in der Telegraphie praktisch angewendet, ihr verdankt die elektrische Energietechnik die ersten Kabel und Freileitungen.
Als Stromquellen standen zunächst nur Batterien zur Verfügung. In Bezug auf die Beleuchtung wurde ein Weg beschritten, der Erfolg versprach. Noch erfüllten sich die Hoffnungen nicht, im Elektromotor eine brauchbare Antriebskraft für das Kleingewerbe zu entwickeln, da hierfür nur die teueren Batterien als Stromquellen verfügbar waren, eine elektrische Kraftübertragung noch nicht möglich war.

Guericke O. von Guericke bemerkte die Abstoßungskräfte zwischen gleichnamigen elektr. Ladungen u. erfand eine Reibungs-Elektrisiermaschine.
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Elektrisiermaschine im Einsatz Hauser und eine Elektrisiermaschine im Einsatz.

1663

O.von Guericke baut eine Elektrisiermaschine
Guericke erzeugte Reibungselektrizität, indem er die behandschuhte Hand an eine sich drehende Schwefelkugel hielt. Er stellte u. a. fest, dass die Kugel leuchtete und knisterte, wenn er sie rasch drehte. Guericke forschte nicht weiter in dieser Richtung, vielmehr überließ er kurz vor seinem Tod die Elektrisiermaschine dem Bibliothekar und Hofrat Leibniz in Hannover.
Dieses Multitalent erzeugte nun erstmals richtige Funken mit der Guericke-Maschine.
Guerickes und Leibniz Erkenntnisse wurden im 18. Jahrhundert enorm erweitert.
Mit Hilfe von Elektrisiermaschinen schufen Naturforscher wie der Brite Stephen Gray und der Franzose Charles Francois de Cisternay Dufay
Anfang des Jahrhunderts die Grundlagen der Elektrotechnik.

1727

Gray entdeckte den Unterschied zwischen Leitern und Nichtleitern

1733

Dufay fand die Gegensätzlichkeit positiver und negativer Elektrizität

1743

Christian August Hausen in Leipzig,verbesserte die Elektrisiermaschine

Reibungselektrisiermaschine_mit_Glaskugel

Reibungselektrisiermaschine

Dessen Assistent Bose machte das Gerät rasch bekannt: Wenn er Gesellschaften gab, musste eine junge Dame den Begrüßungskuss anbieten. Da sie über einen Draht mit der Elektrisiermaschine im Nebenraum verbunden war, erhielt der Geküsste einen elektrischen Schlag.
Die Elektrisiermaschine war eine universelle Experimentier-, Heil- und Vergnügungsmaschine geworden. Die verborgensten Geheimnisse der Natur schienen sich nun zu offenbaren. Der positive Einfluss der Electrification auf den menschlichen Organismus wurde gepriesen, die Elektrotherapie begründet. Elektrische Vorführungen waren überall die Attraktion. Benjamin Franklin besaß eine Elektrisiermaschine und ließ bei einem elektrischen Gastmahl einen Puter durch einen elektrischen Schlag töten. Der Schriftsteller und Physiker Lichtenberg vergnügte sich 1777 mit seinem Besucher Gotthold Ephraim Lessing an dem wohltätigen Schlag des elektrischen Funkens.

1752

B. Franklin erfindet den Blitzableiter
benjamin-franklin2Franklins wissenschaftliches Interesse erstreckte sich auf viele Gebiete bekannt wurden beispielsweise seine Untersuchungen zur Elektrizität, zur Meteorologie und Kartographie , vor allem aber lag ihm daran, seine Entdeckungen zur Verbesserung des täglichen Lebens einzusetzen. Seine berühmteste Erfindung ist der Blitzableiter, den er nach Experimenten mit einem Wetterdrachen entwickelte. Bei dem Versuch, Die Identität zwischen Blitz und Elektrizität zu beweisen, erfand er den Blitzableiter neu.

1780

L. Galvani entdeckt die „galvanische“ Elektrizität
Luigi Galvani hatte geglaubt, bei seinen Froschschenkel-Experimenten die den Lebewesen innewohnende tierische Elektrizität entdeckt zu haben.

1801

Volta und die Elektrizität
Volta versuchte die Richtung des Stromes festzustellen, den verschiedene Metalle liefern. Daraus folgerte er die Erkenntnis, dass nach der Trennung ein Metall stets schwach positiv, das andere ebenso negativ elektrisch wird. Diese Erkenntnis wurde zum Voltaschen Fundamentalversuch.

1814

André-Marie Ampère bestimmte die Richtung des elektromagnetischen Feldes
Ampère wies nach, dass sich jeder Magnet durch geeignete, Strom durchflossene Leiteranordnungen ersetzen lässt und umgekehrt jeder Strom durchflossene Leiter durch passend gewählte Magneten.

1820

Oersted legte den Grundstein zur Lehre vom Elektromagnetismus und zur Elektrodynamik
Ablenkung einer Magnetnadel bei StromdurchflussWinter 1819/20 kam der große Augenblick: Oersted beobachtete, dass eine Magnetnadel durch einen Draht, in dem Strom aus einer Voltasäule floss, abgelenkt wurde. Er untersuchte das Phänomen näher und ging schließlich mit seiner sensationellen Entdeckung an die Öffentlichkeit.
Mit seinem scheinbar kleinen Erkenntnisschritt hat Oersted Außerordentliches bewirkt. Er hat bewiesen, dass zwischen zwei Naturerscheinungen, die bis dahin als wesensverschieden galten, ein Zusammenhang besteht. Damit legte er den Grundstein zur Lehre vom Elektromagnetismus und zur Elektrodynamik.

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